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Förderung

DIGITAL.PLUS 26: Das Förderfenster für OÖ läuft — bis 2. November 2026

Sebastian Kern · 24. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit

Oberösterreich fördert Digitalisierungsprojekte derzeit über DIGITAL.PLUS 26: Das Einreichfenster läuft laut WKO OÖ vom 1. Juni bis 2. November 2026. Gefördert werden 35 % der Projektkosten, gedeckelt bei 7.000 € — die Mindestprojektgröße liegt bei 12.000 €.

Das klingt nach Papierkram, ist aber für viele Betriebe der Unterschied zwischen „irgendwann” und „heuer”: Ein Automatisierungsprojekt um 15.000 € kostet mit Zuschuss effektiv unter 10.000 €.

Was gefördert wird — und was das praktisch heißt

Die Themen des Programms — Automatisierung, Daten und KI, sichere IT-Systeme — decken genau die Projekte ab, die in vielen Betrieben ohnehin überfällig sind:

  • Excel und E-Mail durch integrierte Workflows ersetzen: Angebot → Auftrag → Zeiterfassung → Rechnung, ohne mehrfaches Abtippen.
  • Schnittstellen zwischen bestehenden Systemen: ERP an Webportal, Webformular an Auftragsanlage, Rechnungseingang aus dem E-Mail-Anhang.
  • Sichere IT-Systeme: Berechtigungen, Backups, Monitoring — Themen, die spätestens mit NISG 2026 auch von Kunden abgefragt werden.

Die drei Regeln, an denen Anträge scheitern

  1. Der Antrag muss vor dem Projektstart geprüft werden. Wer zuerst beauftragt und dann einreicht, hat das Fenster verpasst — für dieses Projekt endgültig.
  2. Die Mindestgröße von 12.000 € ist ernst gemeint. Ein kleiner Website-Relaunch fällt durch. Ein durchdachtes Prozessprojekt mit Schnittstellen und Betrieb erreicht die Schwelle dagegen realistisch.
  3. Förderfähigkeit entscheidet die Förderstelle, nicht der Dienstleister. Seriös ist eine technische Vorprüfung plus sauber dokumentierter Projektplan — keine „Fördergarantie”.

Wer andere Programme im Kopf hat: KMU.DIGITAL 4.0 ist derzeit ausgeschöpft und sollte nicht eingeplant werden. Ergänzend interessant sind die FFG Skills Schecks (50 %, max. 5.000 € pro Person) für Weiterbildung, solange Mittel verfügbar sind.

Der sinnvolle erste Schritt

Nicht das Großprojekt planen, sondern einen konkreten, teuren Prozess auswählen und quantifizieren: Was kostet der heutige Ablauf an Zeit und Fehlern, wie sieht der Zielprozess aus, was ist die Umsetzungsarchitektur? Genau dieses Dokument ist gleichzeitig die Grundlage für den Förderantrag.

Quellen: WKO OÖ — Förderungen (Konditionen und Fristen, Stand Juli 2026). Rechtliche und förderrechtliche Details sind für den Einzelfall zu prüfen — dieser Beitrag ist keine Förderberatung.

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